Die Geissert Schienenfahrzeuge GmbH treibt die Entwicklung innovativer Hochgeschwindigkeitslösungen weiter voran: Mit den beiden Triebköpfen der Baureihe 410 001 und 410 002 wurde ein moderner Mess- und Erprobungszug aufgebaut, der künftig für die Geissert Universaldienstleistungen GmbH als zentrale Plattform für Testfahrten neuer Waggongenerationen dienen soll.
Derzeit liegt der Fokus jedoch klar auf der intensiven Erprobung der Triebköpfe selbst. Ziel ist es, deren Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit sowie das Zusammenspiel mit unterschiedlichen Zugkonfigurationen unter realitätsnahen Bedingungen zu validieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für zukünftige Hochgeschwindigkeitskonzepte innerhalb des Projekts.
Interesse auch außerhalb der Geissert Gruppe
Bereits jetzt stößt das Vorhaben auf Interesse: Die WupperBahn AG hat signalisiert, die Fahrzeuge perspektivisch für die geplante ICE Hochgeschwindigkeitslinie einsetzen zu wollen. Damit könnten die Triebköpfe der Baureihe 410 langfristig nicht nur als Testplattform, sondern auch im regulären Schnellverkehr eine tragende Rolle einnehmen.
„Wir blicken mit großer Zuversicht auf die zukünftige Zusammenarbeit mit der WupperBahn AG“, erklärte Walter Stark.
„Das entgegengebrachte Vertrauen bestätigt unseren technologischen Ansatz und unsere Entwicklungsarbeit. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass Herr Taler mit seinem Gespür für die richtigen Partnerschaften eine klare und nachhaltige Strategie verfolgt – nicht zuletzt zeigt die Wahl von uns als Partner, dass hier mit Weitsicht entschieden wird.“
- Walter Stark, CEO der Geissert Gruppe
Weitere Entwicklung der Fahrzeuge
Im Rahmen der weiteren Fahrzeugentwicklung plant die Geissert Schienenfahrzeuge GmbH die Entwicklung von rund 200 Meter langen Hochgeschwindigkeits-Garnituren, die auf maximalen Komfort und Effizienz im Fernverkehr ausgelegt sind. Gleichzeitig wird die Entwicklung kürzerer Zugvarianten mit Längen von etwa 100 bis 120 Metern ausdrücklich offengehalten, um flexibel auf unterschiedliche Einsatzszenarien und Betreiberanforderungen reagieren zu können.
Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der technischen Anpassungsfähigkeit der Fahrzeuge: Auf Kundenwunsch sollen die Triebzüge als Mehrsystemfahrzeuge ausgeführt werden, um sowohl mit dem Erfurther Stromsystem als auch mit dem im Projektumfeld eingesetzten Create-Stromsystem kompatibel zu sein. Damit wird eine hohe betriebliche Flexibilität gewährleistet, insbesondere im Hinblick auf gemischte Netze und unterschiedliche infrastrukturelle Rahmenbedingungen.